Lebenslauf

Als Bartender begann ich meinen Vetrag an der Poolbar. Kein Diamant der Barwelt aber das Wetter stimmte 😀 Nach zwei Monaten eröffnete sich mir allerdings die Möglichkeit die frei werdende Position als Barchef zu übernehmen. Da dies eine doch sehr anspruchsvolle Aufgabe war, lief es natürlich nicht immer reibungslos ab. Zuständig für vier Poolbars, diese an Seetagen in der Karibik zu führen, glaubt mir, kein leichtes Geschäft! Erinnerungen, die sich eingebrannt haben: kostenloser Sekt für knapp 2000 Pax, stundenlang reservierte Liegen von Passagieren die nur kurz was trinken waren und die Frage was es denn noch kostenlos geben würde!

Dennoch fand ich das Leben an Bord viel angenehmer als beim ersten Vertrag. Leider wurde das Angebot für die Gäste, zwei Monate nach meinem Vertrag, auf ein All-Inklusive Programm umgestellt, womit ich mich überhaupt nicht indentifizieren konnte. Somit sollte diese Station wieder nicht länger dauern.

Nach ein bisschen Urlaub entschied ich mich zur Überbrückung (bis zur Wintersaison in der Schweiz) weiter zu arbeiten. Hamburg war die nächste Grossstadt und so begann ich dort eine Position als Bartender, allerdings nur 2 Tage die Woche hinter der Bar, das waren dazu auch noch die beiden ruhigsten der Woche. Die anderen Tage durfte ich mit dem Tablett durch die Hotelhalle flitzen und internationale Gäste beraten. Naja, Traumjob als Bartender sieht anders aus.

Da mir privat dann auch noch was dazwischen kam und ich nach einem Jahr freiwillig ins Bankett wechselte, war ich dann doch mehr als nur die 3 geplanten Monate in Hamburg. Bankett war mal eine Erfahrung wert, aber zeigte mir, dass ich an die Bar gehörte, denn dort fühle ich mich wohl!

Nach 18 Monaten Hamburg fand ich dann eine Stelle auf Mallorca, das war doch was für mich. Beworben, eingeladen und in der Hafen City gelandet. Das doch mal nen Sprung! Aus Malle wurde nichts, dafür fand ich hier prompt die grosse Liebe, und…

Ich bin immernoch dort, mittlerweile seit über zwei Jahren und privat sehr glücklich!

Nun war ich über 2 1/2 Jahre in der Hafen City und schliesse somit auch dieses Kapitel ab, nachdem ich dort fachlich einige Sprünge gemacht habe. Besonders meine selbstfinanzierte Weiterbildung, die Urlaube und meine Bücher brachten mich um einiges weiter.

Dieses Wissen kann und werde ich nun als Barchef in der Hamburger Neustadt umsetzen. Mein Ziel ist es mich ständig weiter zu entwickeln und meine Gäste immer wieder auf’s Neue zu faszinieren.

Dies ist im Savvy mehr denn je gelungen! Meine kreativen Drinks haben immer wieder Geschamckserlebnisse erzeugt. Meine Gäste haben oft garnicht die Karte genommen und genossen meine Beratung oder haben sich überraschen lassen. Da ich immer wieder neue Infusionen angesetzt habe ergaben doch teilweise ziemlich geniale Kombinationen. Mein persönlicher Favorit war die Ananas-Kokos-Fat-washed-Rum-Infusion! Einfach genial daraus eine Daiquiri zu mixen.

Aber auch einfache Varianten sind entstanden, wie z.B.: Willy Sturm oder Vossis Maragrita!

Danach hatte ich einen kurzen Aufenthalt im „MASH“ Restaurant in Hamburg. Da ich mich aber dort nicht wertgeschätzt fühlte machte es für mich keinen Sinn dort meine Energie zu investieren. Dieser Aufenthalt ermöglichte mir doch ein ganzen anderen Blick auf den American Whiskey, viel interessanter und Facettenreicher als man denkt. Dazu kommt diese echt sehr gut sortierte Weinkarte plus die wöchentlichen Schulungen. Wobei mein sagen muss das ich dort auch richtig was gelernt habe und das nichts mit den verkaufsorientierten Händlerschulungen oftmals. Aber die Chemie stimmte einfach nicht. Somit suchte ich mir was anderes.

Ich fand eine doch interessante Stelle im Motel One am Michel, dort hatte ich die Möglichkeit mich aus dem operativen Geschäft raus zu ziehen. Dachte ich, zwar hatte ich die Aufgaben und Verantwortung eines Barchefs aber habe jeden Tag die Aufgaben eines Kellners oder Bartenders gemacht. Prinzipiell ist das überhaupt nicht schlimm, also nicht falsch verstehen. Aber dann die Aufgaben eines Chefs zu erfüllen, ist echt schwierig, vor allem wenn sich die Abläufe bei Mitarbeitern schon seit 7 Jahren eingetreten haben, ist es doch sehr schwierig da noch was ändern. Dazu das fehlende Interesse der Barmitarbeiter, dies ist nicht zu vergleichen mit Bartendern die dies aus Leidenschaft machen. Ich wurde fachlich weder gefragt noch gefordert! Dazu kam die Sache das du natürlich kaum Spielraum für die Kreativität hast, was mir dann doch sehr fehlte.

Dann kam der Tag an dem man mich fragte ob ich noch Interesse habe an einer Neueröffnung für ein Hotel. Naja ich wäre ja blöd wenn ich mir das nicht anhören würde. Also Gespräch gehabt und das hörte sich doch alles ganz vernünftig an.

Wenn ich euer Interesse geweckt habe und Ihr gerne mal einen Drink von mir gemixt haben wollt, dann kommt doch einfach vorbei.