Nellingen-Mössingen

 Nellingen/ Mössingen

Mössingen

Küferei Streib

Während meines Praktikums in Bad Überkingen habe ich mir natürlich noch weitere Sachen angeschaut. Zuerst habe ich mich für den Fassbau interessiert.

Da ich wusste das es in dieser Gegend eher möglich ist das man einen Fassbauer findet, ran an die Suchmaschiene. Habe sogar gleich ein paar gefunden, leider waren sie alle ziemlich weit entfernt (1 Stunde). Dann überlegte ich mir es aber doch nicht all zu lange und machte mich auf den Weg nach Mössingen. Ziel war die Manufaktur von Hermann Streib, die auch recht schnell gefunden habe. Da ich an einem Samstag und dazu auch noch unangemeldet dort eintraf, platzte ich passend zur Mittagspause ein. Blöd gelaufen. Ich musste aber nur kurz warten, dann begrüßte mich Herr Streib persönlich.

Ich stellte mich kurz vor und erklärte was mein Besuch für Hintergründe hatte. Natürlich ließ er mich hinter die Kulissen blicken und wir machten uns auf den Weg in die Werkstatt. Dort angekommen stand ich mitten in einem kleinem familären Betrieb wo schon seit Jahren die Fässer meist aus Schwäbischer Eiche hergestellt werden. Leider produzierten Sie an diesem Tag keine Fässer. Aber der Sohn kam auch noch dazu, worauf sich Herr Streib verabschiedete. Matthias Streib stellte sich kurz vor, genauso wie ich, wo ich erfuhr das er dort gelernt hat und ihm dieser Beruf einfach Spass macht. Momentan macht er seinen Meistertitel in Weinwirtschaft um bei Kunden einen auch dahingehend mit Rat beiseite stehen zu können.

Interessant zu erfahren was für ein Fachkräftemangel in dieser Branche herrscht, er würde keinen neuen Mitarbeiter finden momentan. Diesen müsste er sich ersteinmal ausbilden. Da geht es uns in der Gastronomie doch noch recht gut. Wir unterhielten uns über Preise, Qualität und Umstände der grossen Firmen für diesen Beruf. Er gab mir sogar noch Stück einer Daube mit damit ich mal was zur Veranschaulichung habe. Ein wirklich sehr interessantes Gespräch. Wer einml in der Gegend ist sollte sich das mal anschauen, in der Woche werden auch Fässer hergestellt. Gerne mit Anmeldung.

Eislingen

Brennereianlagen Hersteller Carl

Aufgrund des Tipps von Herrn Frey suchte ich mir die Adresse von der Firma „Carl“ heraus. Dies ist ein Produzent für Destillieranlagen zum Brennen von Trinkalkohol jegicher Art. Auch hier hatte ich mich natürlich nicht angemeldet und schneite wieder einfach so mal rein. Als ich die Anlage gefunden hatte sah man von außen nur das Schild und ich war mir auch nicht ganz sicher ob ich hier viel sehen werde, aber ich ging einfach mal an den Empfang. Die Dame schaute etwas überrumpelt als ich mich vorstellte und holte lieber Ihren Chef.

Dieser begrüsste mich freundlich und gab mir prompt ne Führung die die Hallen. Alles in allem ein reiner Industriebetrieb mit vielen Metallarbeitern und kein bischen Charme einer traditionellen Herstellung oder sowas ähnlichem. Aber sowas hatte ich mir auch gedacht, er erklärte mir ein paar Einzelheiten der Produktion und zeigte ein paar Unterschiedliche Kolonnen an denen sie gerade arbeiteten. Da ist so einiges möglich, wobei das meist von den Kunden abhängt und die meisten Aufträge individuell auf die kunden zugeschnitten sind.

Der trend geht allerdings zu Vollautomatisierten Anlagen, wo man verschiedene Programme speichern kann und Technik einzug hält. Dann bekommt man wahrscheinlich noch die passende App dazu und kann von Berlin in Hamburg die Anlage steuern. 😀

Interessant mal sowas zu sehen aber für mich auch genug den ganzen, der Herr hatte noch einen wichtigen Termin und gab mir noch ein bischen Infomaterial mit dann verschwand ich auch schon wieder. Allerdings gab er mir noch einen Tipp mit, den ich mir natürlich gleich anschauen musste.

Nellingen

Schwäbischer Highland Whisky

Als ich die Brennerei gefunden hatte, was nicht so einfach war (da mein Navi nicht fuktionierte, musste Jessy mich von HH aus über google-earth lotsen), war hier einiges los. Die Dame vom Chef empfing mich an der Rezeption und sagte mir das er einiges zu tun hatte. Viele Führungen und Tastings sind sein Tagesprogramm, zudem ist er auch noch Landwirt. Aber sie fragte Ihn trotzdem und er nahm sich einen moment Zeit.

Zuerst zeigte er mir seine Produkte und die aus seiner Vergangenheit, als er noch Obstdestillate für Wettbewerbe brannte. Dazu gab es nen bischen was geschichtliches zu der Destillerie. Begonnen wurde hier vor 15 Jahren zu brennen und mittlerweile ist er wohl der grösste Whiskyproduzent in Deutschland. Hat vier Brennanlagen wovon eine sogar eine Pot-Still-Anlage der Firma „Carl“ ist. Alles zeimlich schick gemacht hier, natürlich auch für die ganzen Führungen hergerichtet.  Aber hier wird gebrannt, den NEW-MAKE seines Single Malts durfte ich frisch aus dem Kühler probieren. Warum er den allerdings auf über 90%vol. brennt versteh ich nicht. Aber dieser schmeckte sehr frisch, hätte ich nicht gedacht.

Er zeigte mir auch den Maischebereich und den Malzbehälter, was er wohl selber macht. Das Getreide kommt von seinem Hof und er probiert in seinen Grain Whiskys auch mit anderen Getreidesorten z.B. Dinkel. Aber so weiss man wenigstens was mit dem Getreide passiert ist, wenn man alles selber machen kann, wenn das denn auch alles so stimmt was er sagt, ist das ne feine Sache.

Dann zeigte er mir noch das Show-Warehouse nebenan, wo sich viele verschiedene Fässer befanden (Rum, Whiskey, Sherry usw.). Dies war aber nur ein kleiner Teil, ich glaubte er sagte was von 2300 Fässer mittlerweile. Nun baue er noch einiges dazu und hat mittlerweile eine Destillateurin eingestellt. Scheint ja richtig gut zu laufen.

Der Whisky an sich ist recht leicht, wobei dies auch der Stil bleiben soll. Es gibt auch ein Barrel-Proof, wobei mit Rauch nichts zu erwarten ist. Aber auch die Palette der Obstbrände kann sich sehen lassen. Ntürlich gibt es Gin und Wodka auch und noch einige Liköre, da musste ich etwas mitnehmen. 😀