Italien

Italien

Nachdem wir ja nun in Frankreich schon einen wahnsinnig tollen Urlaub hatten, stand auch fest wohin der nächste Urlaub gehen sollte. Italien war das Ziel, das Wunschziel meiner Frau. Für mich war wieder wichtig, dass es etwas zu lernen gab. Also versuchte ich uns auf einem Hof mit Weinreben unter zu bringen.

Leider war die Auswahl dieser Höfe doch recht bescheiden, aber wir hatten Glück und fanden einen wirklich tollen Hof. Das Weingut „San Vettore“ mitten in der Toskana lag so idyllisch, abseits jeglicher Zivilisation, so dass wir es Anfangs garnicht gefunden haben.

Anfang der Reise, natürlich war das Auto wieder randvoll, Verpflegung war vorbereitet, die Route geplant nur die genaue Adresse kannte mein Navi noch nicht, was uns aber erst später zum Verhängniss wurde. Gut gelaunt machten wir uns auf die Reise, kamen auch gut voran. Nur kurz vor der schweizer Grenze musste ich etwas schlafen. Danach ging es weiter, diesen Teil der Route kannte ich bestens aus meiner schweizer Zeit.

Schweiz/ Vierwaldstätter See

Schweiz/ Vierwaldstätter See

Da ich Jessy den Gotthardtunnel ersparen wollte, fuhren wir über den Pass. Bei dem Wetter auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Oben tolles Wetter und so ging es auch weiter. Den Pass überwunden, ging es weiter Richtung Italien. Mailand wurde passiert!

Von da aus immer weiter Richtung Süden, bis nach Florenz, was wir uns später noch anschauen wollten. Die Gegend sah immer mehr nach diesen typischen Postkartenbildern aus, mit kleinen Dörfchen, Olivenbäume und Zypressen. Dann kamen wir in Gambassy Therme an, einem kleinem Ort mitten im Chiantigebiet.

Dann ging die Suche los, mein Navi lotste mich auf einen Weg, für den ich mir nen Geländewagen gewünscht hätte. Aber nach einigen Versuchen völlig orientierungslosen Herumirren im Dunkeln, entschlossen wir uns doch mal die Telefonnummer von unserem Hof rauszusuchen. Doch natürlich erreichten wir keinen, aber einen kurzen Moment später rief der Hofbesitzer uns zurück. Wir waren natürlich nicht weit entfernt aber auch nicht richtig. Wir bekamen eine Wegbeschreibung die wir so gut wie möglich folgten, was allerdings überhaupt nicht einfach war. Namen die mir gesagt wurden aber nirgends zu finden waren, einfach nur nervig.

Allerdings haben wir es doch gefunden, von der Hauptstrasse ging ein Weg ab, ein Weg der wirklich nur für Geländewagen geeignet war. Ich habe für geschätzte 5 km 20 min gebraucht. Das nach 1500km und im Dunkeln total genervt. Naja, den Hof gefunden und geparkt, kam uns Massimo auch schon entgegen. Man zeigte uns unser Gästehaus und unsere Mitbewohner aus den USA hatten noch was gekocht.

Ein kleines Haus mit zwei Schlafzimmern, zwei Bädern, einem grossem Wohnzimmer mit Kamin, einer Küche und einer grossen Terrasse. Sah von Anfang an super aus, bis auf die Kakalake vor unserem Badezimmer, welche eine gewisse Scheu bei Jessica auslöste. Aber ich glaube es ist alles gut gegangen und keine ist nach Hause mitgereist. 🙂

Wir haben den ersten Tag in den Reben verbracht, vorher gefrühstückt mit den Mitbewohnern. Ich glaube wir haben Pinot Noir geerntet. Der sah allerdings nicht gut aus. Die meisten Trauben waren wirklich nicht mehr gut, allerdings sollten wir doch so ziemlich alles ernten.

Toskana/ Ausblick

Toskana/ Ausblick

Da wir doch recht viele Hände waren, sind wir schnell zum Schluss gekommen. Somit hatten wir um ca. 15.00 Uhr Feierabend und den Rest des Tages für uns. Wir entschieden uns mit den Amerikanern nach San Gimignano zu fahren. Dies war eine kleine Stadt mitten in der Toskana, mit einem historischen Stadtkern und einer langen Weingeschichte. Als wir dort ankamen haben wir uns erstmal mit der Stadt vertraut gemacht und uns wie Touristen benommen. Dann haben wir Käse für die nächsten Tage gekauft und natürlich probiert. Typisch für die Gegend und ursprungsgeschützt ist der Weisswein Vernaccia di San Gimignano. Probiert haben wir ihn aber umgehauen hat er uns nicht. Am Abend hatten wir das Vergnügen, dass die beiden Amerikaner eine Adresse von einer Weinverkostung bekommen hatten, wo man toll essen konnte.